Donnerstag, 14. Juni 2018

Schreibupdate- Was hält mich auf?






“Start writing, no matter what. The water does not flow until the faucet is turned on.”
Louis L'Amour

Ich glaube, dass jeder einmal an einem Punkt während seiner Geschichte ankommt, wenn man nicht weiter kommt und einfach nicht weiß, was man machen soll und ob man mit diesem Problem wirklich umgehen kann, oder ob man seine Geschichte wirklich fallen lassen soll und man keine Lösung findet. Spoiler Alarm: Es gibt immer eine Lösung.

Ich rede hier nicht davon, was ihr machen sollt, wenn ihr in eurer Handlung nicht weiter kommt und feststeckt, über diese writer’s blocks habe ich einen eigenen Post geschrieben und gehe da heute nicht länger drauf ein.

Hier geht es eher darum, dass man sich bewusst wird, was einen aufhält. Ob es wirklich daran liegt, dass man gerade eine kreative Phase hat und nicht weiter kommt, oder ob es andere Gründe sind, die einen aufhalten. Hier möchte ich einfach einmal daran appellieren, dass es manchmal andere Fälle hat, weswegen man nicht mehr weiter schreiben kann.

Manchmal hält uns keine kreative Pause auf, sondern man selber hält sich auf. Ihr wisst nicht, wie oft es einfach vorgekommen ist, dass ich am liebsten aufgeben möchte, weil ich an mir gezweifelt habe. Die meisten Momente, wenn ich mich selber aufgehalten habe kamen während des Bearbeitens. Wenn ich mir mein Buch, also den ersten Entwurf, durchgelesen habe und sehr oft einfach dachte um Gottes Willen Anna du kannst ja überhaupt nicht schreiben und weißt du eigentlich, wie man Sätze bildet? Oder oft habe ich den Sinn einer Szene überhaupt nicht mehr verstanden und habe nicht gewusst, wieso und weshalb ich überhaupt angefangen habe jemals zu schreiben, besonders an diesem Buch und wie schlecht die Idee ist und so weiter und sofort. 

Man muss sich dann einigen Dingen bewusst werden, manches wird klingen, wie frisch aus einem Ratgeber, oder einem Motivationsbuch, oder wie eine Floskel, die ich direkt aus facebook geklaut habe, aber ich werde sie trotzdem loswerden. Zum einen muss man sich ein paar Sachen bewusst werden. Als ich meinen ersten Entwurf gelesen habe war ich so oft kurz davor ihn komplett zu zerreißen, aber ich habe das nie gemacht aus vier Gründen. Erstens, weil dann meine komplette Arbeit umsonst gewesen wäre, auch wenn ich es noch digital gespeichert habe, aber sie wäre trotzdem irgendwie umsonst. Zweitens, weil ich, selbst wenn ich den Anfang immer noch nicht wirklich mag, gemerkt habe, dass ich immer besser wurde. Dass ich mit jedem Kapitel, fast schon mit jedem Satz besser wurde, denn Übung macht den Meister. Drittens wird es trotzdem immer Szenen geben, die einem gefallen. Immer. Egal wie sehr man in dem Moment in der Phase ist, dass alles, was man macht und tut schrecklich ist, man wird trotzdem immer etwas finden, was einem gefällt und das gibt einem immer einen Motivationskick. Und viertens wäre es um das Papier und die Druckertinte zu schade.

Jeder darf einmal Selbstzweifel haben und ich kenne fast niemanden, der diese nicht hat. Und manchmal wenn man so extrem in dieser Phase ist, dass man denkt man kommt nicht mehr heraus, dann muss man manchmal eine Pause einlegen und es sacken lassen und dann weiter machen, bevor man mit diesem Selbsthass an die Sache heran geht und mit dieser Motivation überarbeitet, oder schreibt, denn das bringt zu nichts. Und was auch jedem von uns bewusst werden muss ist, dass man das kann, was man liebt. Ich bin keine Autorin und ich bin noch meilenweit davon entfernt gut zu schreiben, aber das wird sich nicht ändern, indem ich in meinem Zimmer sitze und denke, dass ich nichts kann. Das wird sich nur dann ändern, wenn ich schreibe und übe und übe und immer weiter übe und manchmal darf ich mich auch loben und sagen, dass mir diese Passage wirklich gut gelungen ist, oder ich diese Kampfszene wirklich bildlich beschrieben habe, denn es stimmt. Du hast es gut gemacht und du darfst auch zu Recht stolz darauf sein. 

Es gibt aber nicht nur die Zweifel, die man selber hat, sondern manchmal kann einen auch die Umwelt beeinflussen. Ich habe das Glück, dass ich Freunde und Familie habe, die eigentlich alles unterstützen, was mir wichtig ist und wo meine Leidenschaft liegt, außer wenn sie plötzlich darin liegen würde Cannabis anzubauen, dann würden sie mit Recht eingreifen, aber das ist beim Schreiben ja eher weniger der Fall. 

Wenn es Leute in eurem Umfeld gibt, die sich vielleicht darüber lustig machen, oder es nicht so wirklich unterstützen, oder sogar nieder machen, dann, mir tut der Ausdruck ein wenig leid, aber eigentlich auch nicht, dann ganz ehrlich scheißt auf deren Meinung. Ich kann es wirklich nicht anders ausdrücken. Scheißt drauf. Euch macht das glücklich? Dann macht es weiter. Ihr habt Spaß daran? Dann macht es weiter. Euch erfüllt das? Dann macht es weiter. Niemand auf dieser Welt hat das Recht euch etwas madig zu machen, was euch Spaß macht!  

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