Montag, 14. Mai 2018

Schreibupdate- personenorientierte Idee






“First, find out what your hero wants, then just follow him!”
– Ray Bradbury

Ich habe bis jetzt drei Projekte gestartet, beendet, oder bin mitten drin, welche auch etwas größer sind und länger gedauert haben. Aber nicht nur diese drei Bücher sind bei mir wichtig, sondern auch jede Art von Idee, weil es hier nicht um eine ausgefertigte Geschichte geht, sondern welche Art von Roman ich schreibe. Welche Idee ich habe, oder was mich dazu bewegt hat und wie ich dann damit vorgehe. Das mag jetzt etwas verwirrend klingen, deswegen sage ich es etwas anders. Wenn ich plötzlich eine Idee für einen Charakter bekomme, dann gehe ich anders vor, als wenn ich eine bestimmte Handlung erzählen möchte. Ich möchte einfach ein paar dieser Art zeigen, denn es sind meistens genau drei Muster, wie ich vorgehe und die die Grundlage meiner Geschichte bilden.

Bei diesem Post möchte ich euch zeigen, wie ich vorgehe, wenn das Buch, also eher die Idee des Buches an einem Charakter, oder mehreren Charakteren, orientiert ist.

Was heißt das? Das bedeutet, dass mir zuerst eine Person einfällt, dass durch irgendwelche Umstände auch immer in meinem Kopf aufgetaucht ist und über die ich schreiben will. Es ist nicht so, dass mir plötzlich eine Person in den Kopf kommt, aber manchmal passieren eben Dinge, ich höre ein Lied, oder lese eine bestimmte Textstelle und dann fällt mir ein Charakter ein, über den ich gerne schreiben möchte.

Wenn mir dann diese Person in den Kopf kommt, dann denke ich im ersten Moment zuerst einmal immer genauer über sie nach. Mir kommen wirklich relativ oft Charaktere in den Kopf, wahrscheinlich ist es die Art einer Idee, die bei mir am häufigsten vorkommt und dann gibt es zwei Arten, wie ich dann weiter mache, oder wie ich damit vorgehe. Auch wenn das vielleicht ein wenig vorkommt, als würde das alles sehr wissenschaftlich, oder eher faktisch und weniger kreativ sein, aber ich mache diese Punkte meistens einfach sehr intuitiv und nicht nach einem wirklichen Konzept. Wie gesagt mir kommen immer extrem viele Charaktere in den Kopf, manchmal verschwinden sie sofort und dann kümmere ich mich weniger um sie, denn dann ist mir die Geschichte nicht wichtig genug, oder es war nur eine vorübergehende Idee. Wenn mich der Charakter aber nicht loslässt, dann gibt es wie gesagt zwei Arten, wie ich vorgehe. Zum einen mache ich erst einmal nichts und warte eben dann genau ab, ob die Idee verschwindet, oder bleibt. 

Dann schreibe ich in der ersten Art alles über die Person auf, die mir dazu einfällt. Ich nehme mir ein Blatt und kritzele alles auf und schreibe jedes Detail auf. Das wichtigste hier ist, dass es hier wirklich nur darum geht, was mir spontan einfällt, natürlich gibt es dann, wenn man eine Sache aufschreibt oft Dinge an die man dann denken muss und die einem dann einfallen, die sollte man natürlich auch aufschreiben, aber ich meine damit, dass man sich nicht auf Biegen und Brechen etwas Ausdenken muss, sondern sich eher dem eigenen Flow hingibt und dann alles niederschreibt.

Meine zweite Art ist, dass ich SURPRISE eine Pinnwand erstelle. Ich liebe pinterest und ich glaube, dass ich damit wirklich ein Problem habe, aber ich stehe dazu. Also entweder erstelle ich einfach eine geheime Pinnwand und lasse mich davon mehr und mehr inspirieren und pinne alles, was mir zur Person einfällt und zu möglichen Handlungen.
Wenn ich mehrere Personen habe, dann erstelle ich entweder mehr Pinnwände, nämlich für jeden wichtigen Charaktere eine, oder schreibe auch vieles auf, um die Beziehungen der Charaktere untereinander besser zu verstehen und zu visualisieren.

Das Ergebnis beider Arten ist, dass ich ein besseres Gefühl und Verständnis für den Charakter, oder die Charaktere bekomme. Mein Ziel bei dieser Art Geschichte ist nämlich nicht eine Stimmung zu vermitteln, oder eine Handlung darzustellen, sondern eher die Geschichte eines Charakters zu erzählen. Mit der Zeit fallen einem immer mehr Dinge zu seinem Charakter ein, manchmal auch die kleinsten und angeblich unnötigsten, aber trotzdem sollte man das alles niederschreiben, denn so lernt man seinen Charakter nicht nur oberflächlich kennen.

Am Ende habe ich dann ein gutes Bild von meinen handelnden Personen, wie sie ticken, was sie berührt und welche Ziele sie haben. Wenn man davon erst alles weiß, besonders die Ängste kennt und die Sachen im Leben, die einen aufhalten und stören, dann weiß man, was man zu schreiben hat. Zumindest ist das bei mir so. Wenn man seinen Charakter mit Leib und Seele kennt und alles auseinander genommen hat, dann glaube ich, dass man einfach weiß welche Geschichte erzählt werden muss, damit sein eigener Charakter herauskommt und es sich richtig anfühlt.

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