Donnerstag, 24. Mai 2018

{Rezension} 36 Fragen an dich von Vicky Grant


Bildquelle: amazon
Klappentext
Hildy und Paul, beide 18, nehmen an einem psychologischen Experiment teil: die wissensdurstige, aber etwas chaotische Hildy aus Interesse und tausend anderen Gründen. Paul aus einem einzigen: weil er die Teilnahme bezahlt bekommt. Und so sitzen sich die beiden in einem kargen Universitäts-Raum gegenüber und stellen sich Fragen, die zwischen ihnen Liebe erzeugen sollen. Fragen, die zunächst scheinbar banal sind (»Wie sähe ein perfekter Tag für dich aus?«) und dann immer persönlicher werden (»Was ist deine schlimmste Erinnerung?«). Fragen, die Hildy im wahren Leben nie jemandem wie Paul stellen würde, dem gut aussehenden Typ, der sich für nichts und niemanden interessiert, am wenigsten für Hildy. Oder? 




„36 Fragen an dich“ ist eine Geschichte, welche meiner Meinung nach von den Charakteren bestimmt wird. Die Grundidee ist ein Experiment, welches mittlerweile zum Teil auch schon das Internet heimgesucht hat und mehrere Menschen/ Gruppen sich diesem Experiment „stellen“. Die Grundidee ist, dass man es schaffen kann, dass 2 Menschen (oder mehr) sich lieben lernen können, wenn sie diese 36 Fragen gegenseitig beantworten.

Ich fand das Experiment per se schon spannend und interessant, aber hätten mich die Charaktere nicht ansatzweise gepackt, dann hätte ich die Fragen eventuell einfach gegoogelt, aber das war glücklicherweise nicht notwendig.

Wer sind nun aber die beiden Personen, die sich in dem Buch dem Experiment widmen? Hildy und Paul. Beide etwas klischeehaft, oder besser gesagt, Stereotypen. Hildy nimmt an diesem Experiment am Anfang teil ohne zu wissen, dass man sich dabei verlieben soll, was sie am Anfang auch etwas abschreckt und sie nachdenken lässt, ob sie nicht doch lieber gehen soll. Sie ist gut in der Schule und wirkt ein wenig klischeehaft in dem Sinne, dass sie sich etwas „älter“ anzieht und ein bisschen wie jemand wirkt, der aus einer „tumblr- reading- poem“- aesthetic- Collage stammen könnte. Ich persönlich fand sie herzerwärmend. Ich zumindest konnte mich in einigen Punkten wirklich gut mit ihr identifizieren und schloss sie ziemlich schnell in mein Herz. Ihre Freunde und ihr Umfeld machen es einem auch sehr leicht sie zu mögen. Ihre beiden besten Freunde sind zwar direkt, aber auf eine liebende Art und Weise und sehr ehrlich, was ich persönlich unheimlich schätze. Was man ziemlich schnell merkt ist, dass Hildy neben ihrem großen Herz das Problem hat, dass sie es sehr gerne allen Recht machen möchte und sich dadurch ein wenig verliert. Was auch zu Problemen während des Buchs führt.

Paul hingegen ist der doch recht typische Bad- Boy. Er lebt nur bei seinem Vater, seine Mutter ist tot und, anders als Hildys Eltern, deren Mutter zum Beispiel angesehene Ärztin ist, lebt er nicht in reichen Verhältnissen. Er geht oft überhaupt nicht zur Schule und meistens beschränken sich seine Beziehungen auf Bettgeschichten. Bei dem Experiment nimmt er nur daran teil, weil man dafür materiell entlohnt wird. Er gehört aber nicht zur unnahbaren Sorte Bad- Boy an, also emotional schon, aber man würde ihm doch auch den Charakterzug „charmant“ eingestehen. Und natürlich gutaussehend. Welcher Bad- Boy sieht in einem Roman auch nicht gut aus. Zwar hat mich seine Art und Weise ab und an während des Lesens schon zur Weisglut gebracht, aber trotz allem mochte ich ihn.

Die Handlung der Geschichte hangelt sich an den 36 Fragen entlang. Da Paul Hildy in der ersten Sitzung ziemlich auf den Geist gegangen ist, marschierte sie vor Beantwortung aller Fragen aus dem Raum. Übers Internet und über SMS haben sich die beiden dann dazu entschlossen die Fragen auf die Art weiter zu beantworten. Paul weil er hofft, dass er das Geld so noch bekommt und Hildy macht es für die Wissenschaft. Was im Laufe des Buches dann zwischenmenschlich passiert kann sich dann glaube ich jeder denken.

Beide haben mit unterschiedlichen Problemen in ihrer Familie zu kämpfen und am Ende des Buches werden diese beiden Geheimnisse dann auch gelüftet. Beide fand ich leider überhaupt nicht spannend, da ich es mir nach gefühlten 50 Seiten schon denken konnte und es für mich keine Überraschung darstellte.

Der Schreibstil von Vicky Grant ist sehr flüssig zu lesen und durch die verschiedenen Arten des Erzählens (SMS, e- Mails, Briefe, „normales Buch“) war das Buch super einfach und super schnell zu lesen.




Zusammenfassend würde ich sagen, dass es eine nette kleine Liebesgeschichte ist. Die beiden Protagonisten sind sympathisch, aber hauen einen nicht wirklich um und ab und an hatte ich das Gefühl, dass ich vielleicht ein bisschen zu alt für  das Buch bin. Trotzdem super für zwischendurch, oder wenn man einfach mal gute Laune braucht.


3/ 5 Sterne
 

Danke an den heyne fliegt Verlag für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares! ♥






Die kanadische Autorin Vicki Grant arbeitete zunächst in der Werbung und als preisgekrönte Drehbuchautorin, bevor sie ihre wahre Leidenschaft entdeckte: das Schreiben von Jugendbüchern. Ihre Romane wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Vicki Grant lebt mit ihrer Familie in Halifax, Nova Scotia. (Quelle: Randomhouse Verlag)

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Titel: 36 Fragen an dich * Originaltitel: 36 Questions That Changed My Mind About You * Autorin: Vicky Grant * Ausgabe: Broschüre * Preis: 14,00€ * Reihe? Nein *







Kommentare:

  1. Huhu Anna,

    erst kürzlich hatte ich das Buch in der Hand. Die Geschichte interessiert mich sehr, auch welche Auswirkung die einzelnen Fragen im Experiment auf die Charaktere haben. Ich find's ein wenig Schade, dass dich das Buch nicht umhauen konnte. So gerate ich natürlich auch wieder ins Grübeln, ob ich diese Geschichte mal sein lassen soll. Trotz allem danke ich dir für den Einblick! <3

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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    1. Huhu Madlen,

      die Fragen per se sind auch super interessant und ich fand das Buch ja nicht schlecht, aber einfach nichts wirklich unfassbar besonderes

      Liebste Grüße,
      Anna

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