Sonntag, 15. April 2018

Was sagt Twitter?... über Literatur {Part 6}



Ich habe auf Twitter einen Aufruf gestartet und meinen Followern und eigentlich jedem, der interessiert war, Fragen gestellt zu denen sie einen Text schreiben konnten, wenn sie möchten und möchte euch diese Texte jetzt präsentieren. Ob es um Literatur, oder Pläne, oder die eigene Selbstverwirklichung geht, es sind ziemlich viele Themen dabei und ich wünsche euch ganz viel Spaß damit.
Das Thema heute sind eher Fragen, die beantwortet worden sind. Ich habe 15 Fragen rund um das Thema Literatur und Lesen gestellt. Heute stelle ich auch die Antworten der ersten Fragen vor. Die erste Antwort ist immer meine und dann haben andere Menschen ihren Platz, also viel Spaß heute beim

Fragebogen- Literatur Teil 6




Vierzehnte Frage: Hat sich dein „Verständnis“ für Literatur im Laufe deines Lebens geändert?


Eindeutig. Natürlich habe ich zum einen immer mehr über Literatur gelernt, also im wissenschaftlichen Sinne. Und dann war mich lesen am Anfang nur ein Zeitvertreib und ein Hobby. Jetzt weiß ich, dass Literatur so viel mehr kann. Es kann ein Zufluchtsort sein, einem die Augen öffnen, einen trösten, einen lehren und einen berühren. (ich)


Mein Verständnis von Literatur hat sich geändert. Das liegt hauptsächlich an den ganzem Literaturwissenschaftskursen in der Uni (Wenn man drei Sprachen studiert hat man auch drei mal Einführung in die Literaturwissenschaft hinter sich und wurde auch gefühlt siebzehnmillionen mal mit der Frage „Was ist Literatur?“ konfrontiert). Ich würde generell sagen, dass sich mein Verständnis erweitert hat, also dass ich mehr als Literatur definieren würde, als ich es früher getan hätte. Außerdem würde ich auch sagen, dass sich mein Interesse erweitert hat, was aber vermutlich auch mit dem Alter zu tun hat. Als Teenager habe ich mich weniger für alte Literatur interessiert, da waren Jugendbücher einfach cooler und „einfacher“ zu lesen, aber mittlerweile interessiere ich mich sehr für Literatur aus allen Epochen, Ländern und Kulturen und finde es wahnsinnig interessant diese zu vergleichen und darüber etwas zu erfahren. (Bea)


Als Kind fand ich Lesen blöd und langweilig, was sich änderte als ich mein erstes Buch las was super gut war und mir heute hilft abzuschalten, auszusteigen und mal nicht an mein blödes Leben zu denken. (Katha)


Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Ich glaube aber, dass sich mein Verständnis nicht wirklich geändert hat. Es hat sich insofern weiterentwickelt, als dass ich eher abschätzen kann was mich interessiert und was ich lieber beiseitelasse. (anonym)


Nein, nicht wirklich. Mein Verständnis hat sich eher geändert, in dem Sinne, was ich jetzt als gute und was als schlechte Literatur betrachte. (Laura)


Ja, meine Ansprüche sind sehr gestiegen. Auch ein Grund wieso ich weniger lese. Ich habe sehr oft das Gefühl dieselbe Story mit kleinen Variationen zum „drölfzigsten“ Mal zu lesen. Gerade bei allem was in Richtung Jugendroman oder Fantasy Roman geht. (Kate)


Ganz bestimmt war mein Verständnis von Literatur mit 12 Jahren ein anderes als heute. Nachvollziehen kann ich die Wandlung aber nicht mehr, ich denke das ist ganz normal und verändert sich bei jedem – vielleicht in unterschiedliche Richtungen, aber eine Veränderung wird immer da sein. In 20 Jahren denke ich darüber bestimmt auch wieder anders als heute. (@Terrorhexe)


Selbstverständlich. Man wird älter, man ändert seine Meinung. Und man ändert seinen Geschmack, das passiert jedem. Von dem her ist die Sichtweise auf Literatur natürlich auch verändert, aber das gehört dazu. Eigentlich zeigt ein Werk auch erst all seine Facetten, wenn man es aus verschiedenen Situationen heraus betrachtet. (Annika)


Ja. Ich glaube, ich habe über die Jahre immer mehr das Gefühl dafür bekommen, wie sehr Literatur unsere Lebenswelt – und auch mich selbst – prägt und verändert. (Jacob)


Es ändert sich ständig und genau darum macht es ja auch so unglaublich viel Spaß zu lesen. (Lisa)


Meine Einstellung zur Literatur hat sich geändert – früher war es nur ein Zeitvertreib bzw Hobby, heute ein Zufluchtsort. (Rebecca)


Nicht wirklich. (Claire)




Fünfzehnte Frage: Warum findest du ist Literatur neben den ganzen neuen Medien immer noch wichtig?

 
Weil jedes Medium etwas für sich ist. Jedes hat etwas, was die anderen nicht haben. Ich kann mich nicht mit Wörtern identifizieren, wenn ich nur Akkorde höre. Ich kann meine Fantasie nicht anregen, wenn ich eine Serie sehe und nicht das Buch dazu lese. Ich kann keine Geschichten und Welten in meinem Kopf entstehen lassen. (ich)


Ein neues Medium sind zum Beispiel Filme und es werden oft Bücher verfilmt. Diese Verfilmungen spielen selten wirklich den Kern des Buches wieder. Bücher zu lesen beansprucht zwar Zeit, aber dafür auch viel Fantasie. Gerade deswegen ist es so wichtig. (Claire)


Literatur und Neue Medien schließen sich nicht aus. Auch ein Tweet, ein Facebook-Post, eine WhatsApp-Nachricht kann Literatur sein. (Jacob)


Literatur wird für mich immer wichtig bleiben, weil das geschriebene Wort (in der Regel) für immer ist und bleibt. Literatur ist wichtig, weil es uns vermittelt wie die Menschen in anderen Zeitaltern lebten. Außerdem ist Literatur auch ein Stück Kultur. (Laura)


Nichts ist vergleichbar mit Büchern. Bücher vermitteln Emotionen auf eine Art und Weise, wie es kein anderes Medium kann. Und was ich persönlich am wichtigsten finde: Sie regen zum Denken an. Ein Film liefert ein fertiges Bild, eine visuelle Ansicht einer Szene. Ein Buch tut das nicht. Bücher bieten viel mehr Freiheit, sie sorgen dafür, dass man seine Fantasie benutzt, um sich Szenerien vorzustellen, jeder dreht sich seinen ganz persönlichen individuellen Film.
Und ohne Bücher geht das verloren. (Annika)


Literatur ist noch immer wichtig, da es eine Form der Entspannung und der Ruhe sein kann. Es schiebt Alltagsgedanken beiseite und hilft bei der Konzentration auf andere Dinge, sodass man im Nachhinein möglicherweise nochmal mit einem anderen Blickwinkel auf die vorher betrachteten Dinge schauen kann. Literatur ist außerdem ein ewiger Bestandteil. Fernsehsendungen und soziale Netzwerke sind viel schnelllebiger und vergänglicher als Bücher. Ein gutes Buch, welches heute geschrieben wird, habe ich unter Umständen auch in Jahrzehnten noch im Bücherregal. Ich muss dann nicht lange suchen oder scrollen sondern bin mit einem Handgriff dort und kann es nochmal lesen oder weitergeben. Gleichzeitig drücken Autoren bei bedeutungsschwereren Büchern etwas aus und verschleiern es durch ihre fiktiven Charaktere. Das Wichtigste an der Literatur wird es aber immer sein, dass sie Menschen begeistern und mitreißen kann. (anonym)


Literatur/Schrift ist neben der Sprache an sich eins der ältesten Medien. Es bietet so viel Raum seine Phantasie auszutoben, sich in Zeiten zurückzuwerfen oder Zukunftsszenarien zu erforschen. Literatur ist schon immer mit meinem Leben verknüpft, z.B. durch Märchen, die ich als Kind vorgelesen bekommen habe und die Lehren enthalten (oder war es eine Moral? Der Deutschunterricht ist lange her). Literatur bietet neben Malerei und Fotografie das Medium mit dem wir am ehesten versuchen können unserer Vergangenheit über Jahrhunderte nachzuspüren, denn Literatur ist immer ein Ausdruck der Gesellschaft, die sie geschaffen hat. Gewissermaßen lebt sie in der Literatur sogar versteckt weiter. Nicht vollkommen, aber als ein Schatten dessen was war. Man muss nur wissen wo man suchen muss. (Kate)


Literatur ist  kulturelles Erbe. Literatur hat Platz im Gegensatz zu den neuen Medien. Die neuen Medien müssen schnell sein, viel Information auf wenig Raum bieten und bleiben für mich dadurch oft an der Oberfläche. (Lisa)


Weil es ein Kulturgut ist, was eine absolut Alternative ist und einen dazu einlädt nicht dem Wahn des Alltags zu verfallen, der manchmal richtig kompliziert wird je mehr man sich damit beschäftigt. (Katha)


Weil kein Blog, kein Video, kein Twitter, kein Podcast, kein Film so viel Ruhe und Phantasie vermitteln kann wie ein Buch. Nirgendwo sonst bekomme ich eine ganze Welt mit verschiedenen vielschichtigen Charakteren und Geschichten, die ich mir in meiner Vorstellung trotzdem so schaffen und gestalten kann, wie es mir gefällt. Entspannen kann ich zwar auch bei einem guten Film, aber nie in dem Maß wie bei einem guten Buch. Nur ein paar Stichworte: Winter, Decke, Kamin, Glühwein. J (@Terrorhexe)


Weil es das einzige Medium ist, mit dem man vollkommen alleine sein kann. (Rebecca)


Ich finde der größte Vorteil der Literatur gegenüber modernen Medien ist, dass diese zeitlos ist. (Bea)

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