Sonntag, 11. März 2018

Was sagt Twitter?... Über Lieteratur {Part 4}






Ich habe auf Twitter einen Aufruf gestartet und meinen Followern und eigentlich jedem, der interessiert war, Fragen gestellt zu denen sie einen Text schreiben konnten, wenn sie möchten und möchte euch diese Texte jetzt präsentieren. Ob es um Literatur, oder Pläne, oder die eigene Selbstverwirklichung geht, es sind ziemlich viele Themen dabei und ich wünsche euch ganz viel Spaß damit.

Das Thema heute sind eher Fragen, die beantwortet worden sind. Ich habe 15 Fragen rund um das Thema Literatur und Lesen gestellt. Heute stelle ich auch die Antworten der ersten Fragen vor. Die erste Antwort ist immer meine und dann haben andere Menschen ihren Platz, also viel Spaß heute beim



Fragebogen- Literatur Teil 4




Achte Frage: Hast du fiktive Vorbilder, oder fiktive Charaktere, die dich inspiriert haben?

Hmmm gute Frage. (Kurzer Einschub: Ich finde es witzig, dass ich meine eigenen Fragen bewerte bzw. kommentiere) Ich glaube, dass ich eher bestimmte Eigenschaften von einzelnen Charakteren bewundere, oder gerne von Ihnen annehmen würde, aber eine bestimmte Person habe ich da nicht. (ich)


Nein, ich habe keine fiktiven Vorbilder. Ich würde aber sagen, dass fiktive Charaktere mich inspiriert haben. Als Kind spielte ich beispielsweise anhand von Geschichten aus Büchern. Die meisten Bücher inspirieren mich zum Nachdenken über die Schicksale der „Helden“ und die Zusammenhänge und Übertragbarkeit auf die reale Welt. (anonym)


Ja, Elizabeth Benett, Fitzwilliam Darcy, Minerva McGonagall und Molly Hooper. Alle sind etwas socially awkward, aber trotzdem entweder sehr mutig oder sehr warmherzig oder sogar beides. (Kate)


Nein. (Lisa)


Diese beiden Fragen beantworte ich mal zusammen, denn auf beide gibt es keine richtige Antwort. Mir fallen auch nach längerem Nachdenken keine Vorbilder oder Inspirationen ein. Dennoch denke ich, dass es sie durchaus gibt. Vielleicht merkt man es einfach nur nicht so direkt. So wie man von seiner Umwelt beeinflusst wird, passiert das bestimmt auch mit Handlungen/Denkweisen in Büchern; gerade dann, wenn man bestimmte Charaktere und Welten als besonders toll und faszinierend empfunden hat.
Da ich ein Gedächtnis habe wie ein Sieb, vergesse ich häufig die Details der Figuren mit denen ich die Frage nach der Identifikation vermutlich leichter beantworten könnte. Spontan fiel mir Louisa Clark aus „Ein ganzes halbes Jahr“/“Ein ganzes halbes Leben“ ein. Es passiert aber immer wieder, dass ich mich entweder selbst in Figuren wiedererkenne oder mich aus einem andere Grunde mit ihnen identifizieren kann. (@Terrorhexe)


Hier kann ich gleich an die vorherige Frage anschließen. Ich finde Harry als Charakter sehr inspirierend im Hinblick auf Akzeptanz und Offenheit gegenüber anderer Menschen. (Claire)


Tony aus „13 Reasons Why“ fand ich immer irgendwie vorbildlich, weil er wie so ein Engel immer da war, geduldig und hilfsbereit. Aber ich habe nur die Serie gesehen, und nicht das Buch gelesen. (Jacob)


Nein, ich hab kein fiktives Vorbild und mich hat auch kein fiktiver Charakter inspiriert. (Laura)


Lyra aus der goldene Kompass (+ Folgebände) (Rebecca)


Hermine. (Bea)


Definitiv. Ich habe für verschiedene Situationen und Eigenschaften verschiedene Charaktere, egal ob real oder fiktiv, die mir als Vorbild dienen. Sie helfen mir, so zu werden, wie ich gerne sein möchte, aber vor allem können sie auch alles sein, was es in unserer Welt eben leider nicht gibt. Die meisten meiner Vorbilder sind Charaktere aus Kinderbüchern, aber die haben mich am meisten geprägt und deren Eigenschaften finde ich auch am faszinirendsten. Ich habe Pippi Langstrumpf (classic, ich weiß), die mir zeigt, dass man nie das Kind in sich verlieren sollte, dass es gut ist, sein Leben möglichst auszunutzen und dass Spaß zu haben toll ist, aber noch viel toller sind die Freunde, mit denen man Spaß hat. Ich habe Hermine Granger, die mir zeigt, dass es wichtig ist, für etwas zu arbeiten, ehrgeizig zu sein und Erfolg haben zu wollen, dass das aber nichts bedeutet, wenn es darum geht, Freunde zu unterstützen. Ich habe Findus (ja, der Kater), und möchte irgendwann mal eine Pfannkuchentorte zum Geburtstag. Ich habe Lotta aus der Krachmacherstraße, die einfach so schön dickköpfig ist, und manchmal muss man das auch sein. Ich habe Schnuddel, der das faulste Wesen überhaupt ist, und damit sowieso schon mein bester Freund. Und ich habe, und das ist mir zumindest momentan der wichtigste, Mr Keating, der mir zeigt, dass man sich für Dinge begeistern sollte und wie toll Begeisterung für ein Thema ist; und dass es nichts schöneres gibt, als die eigene Passion mit anderen zu teilen. (Annika)




Neunte Frage: Mit welcher fiktiven Person identifizierst du dich am meisten?


(Warum stelle ich so viele Fragen, die ich selber nicht beantworten kann?) Ich habe jetzt ziemlich lange darüber nachgedacht und ich komme zu keiner Antwort. Meistens erinnere ich mich vermehrt an die Protagonisten und die haben immer etwas sehr Besonderes an sich, sie es auch nur, dass sie besonders nervig sind und ich persönlich würde mich einfach als relativ durchschnittlich beschreiben würde. (ich)


Ehrlich gesagt, glaube ich, dass ich mich gut mit Augustus Waters aus John Greens „The Fault In Our Stars“ identifizieren kann. Nicht, dass ich etwas ähnliches erleben würde wie er – aber diese Sehnsucht nach einem bedeutungsvollen Leben in dem Wissen, dass das eigentlich totaler Quatsch ist: Da haben wir was gemeinsam.(Jacob)


Alle ein wenig, so etwa Gwendolyn aus der Edelsteintriologie und America aus Selection.
Eine wirkliche einzelne Person gibt es nicht, mit jeder meiner Lieblingspersonen identifiziere ich mich ein wenig. (Katha)


Am meisten identifiziere ich mich mit Hermine Granger. In der Grundschule wurde ich sogar von Freunden oft Hermine genannt. Ich bin ihr einfach schon immer sehr ähnlich gewesen. (Bea)


Diese Frage kann ich nicht beantworten. Dafür lese ich in zu vielen verschiedenen Genres und Zeitschienen. Bisher habe ich auch noch kein Werk gefunden, von dem ich behaupten würde, dass ich mich selbst dort wiedergefunden habe. (anonym)


Am meisten ähnle ich Holly Kennedy aus P.S. Ich liebe Dich. Ein Kollege meint, ich erinnere ihn an eine Elbin aus Herr der Ringe. (Lisa)


Ich hab jetzt fast zwei Wochen über diese Frage nachgedacht und wir fällt wirklich keine Person ein. (Laura)


Sowohl Molly Hooper, als auch Fitzwilliam Darcy, zu gleichen Teilen. Ich bin nicht so wohlhabend wie Darcy, aber im Gegensatz zu Molly können er und ich sehr unhöflich sein, ohne es zu wollen. Molly ist quasi immer nur süß, das bin ich leider nicht. (Kate)


Sansa aus „Das Lied von Eis und Feuer“ (Rebecca)


Mir fällt keine ein, bei der ich mich hundertprozentig wiedererkenne, aber ich versuche, möglichst viele der zuvor genannten Eigenschaften zu zeigen und die Identifikation somit dort wiederzufinden. (Annika)


Ich hatte zuerst hier eine sehr lange Abhandlung stehen, die dann aber zu privat geworden ist. Deswegen ein schlichtes ja. (Claire)




Zehnte Frage: Von welchen Klischees in Büchern in Büchern bist du genervt und worüber würdest du im Gegenzug lieber mehr lesen wollen?


Hui meine Freunde ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zum ersten brauche ich keine einzige Dreiecksbeziehung mehr, weil sie nicht nur nicht realistisch ist, sondern auch einfach total nervt. Dann  möchte ich auch, dass dieser „oh-ich-bin-so-schüchtern-und-möchte-mit-meiner-Vergangenheit-abschließen-und-oh-jetzt-bin-ich-auf-dem-College-und-lerne-diesen-Badboy-kennen-und-oh-nein-ich-will-ihn-doch-gar-nicht“ Frauentyp mich so ziemlich nervt und ich kann davon nicht mehr lesen. Ich würde gerne mehr Bücher lesen, ohne Liebesgeschichte, von jemandem, der sich selber rettet und nicht gerettet wird. (ich)


Allgemein lese ich selten Bücher, die mir nicht gefallen; aber allgemein nervt mich beispielsweise, dass in romantic stories als Wunschtraum und Ziel aller immer ein gemeinsames Leben (ja gut, sonst wärs ja nicht romantic), vielleicht mit Kindern und Hund gesehen wird. Kann man denn nicht einfach auch mal allein glücklich sein? Muss jeder immer auf der Suche nach möglichst vielen emotionalen Bindungen sein?
Außerdem hätte ich gerne viel mehr Bücher, in denen tatsächlich immer noch in der Gesellschaft verankerte Grundvorurteile und Tabus angesprochen werden. Themen, „über die man eben einfach nicht spricht“ sollten thematisiert werden. Psychische Krankheiten, Missbrauch, Abtreibung, einfach alle Themen, die totgeschwiegen werden.
Und bitte nicht falsch verstehen: Man sollte kein Buch darüber schreiben, nur um einfach mal ein Buch darüber zu schreiben. Aber viele Menschen beschäftigt das in ihrem täglichen Leben, und meiner Meinung nach sollten Bücher die Probleme und Gefühle einer Gesellschaft widerspiegeln, also auch das, worüber manche anscheinend nicht so gern sprechen. (Annika)


Ich nehme die Literatur als sehr vielfältig wahr: Es gibt nichts, das mir fehlen würde. (Jacob)


Der perfekte Typ, oder der perfekte Love Interest. Ich würde gerne mehr von Männern lesen, die Makel haben und auch nicht welche, die ihn dann im Endeffekt wieder perfekter machen. (Rebecca)


Was ich so gar nicht leiden kann sind diese typischen „Frauenbücher“, die dann in den Buchläden so penetrant als „Freche Frauen“ beworben werden. Ich finde es komplett bescheuert überhaupt so eine Kategorie zu befüllen. Was soll das? Wofür braucht man das? Die Handlung kann man doch auch einer „richtigen“ Kategorie zuordnen. Von diesen Ständen kaufe ich aus Prinzip nichts. :D Auch wenn darunter bestimmt auch gute Bücher zu finden sind. Wobei ich sagen muss, dass ich oft schon beim Lesen des Klappentextes mit den Augen rolle. Frauenklischees finde ich schlimm, in jeglicher Form. Entweder es wird das Dummchen vom Dienst abgefrühstückt oder aber die Rebellin. Dazwischen scheint es manchmal nicht viel zu geben. Ich habe auch nichts gegen Liebesromane, aber wenn ich nach dem Klappentext schon weiß wie das Buch ausgeht und dass auf den folgenden 350 Seiten alle Beziehungsklischees bedient werden die die Welt so zu bieten hat, dann habe ich keine Lust mehr es zu lesen. Mir fehlen komplexere, tiefsinnigere, wundersame, wunderbare oder auch dramatisch-traurige Liebes- oder Freundschaftsgeschichten. Davon gibt es irgendwie zu wenige – oder ich habe sie nur noch nicht gefunden. (@Terrorhexe)


LIEBESDREIECKE, KÖRPERFUNKTIONEN EXISTIEREN NICHT, FRAU WIRD GERETTET, TEENAGER HAT EINE GEHEIME GROSSE AUFGABE, MÖCHTEGERN-DEEPE DEPRESSIVE EDGY TEENAGER, DIE VIEL ZU REIF SIND, Argh es gibt so viele, ich könnte hier 283838 auflisten….
Ich möchte mehr lesen in dem es nicht nur das (geheime) finale Ziel ist die wahre Liebe zu finden. Deshalb habe ich das Buch „Der Marsianer“ so geliebt. Der Prota ist einfach cool, smart, sarkastisch und witzig und es geht um sein Überleben, nicht irgendwelche unrealistischen Liebesdramen. (Kate)


Diese typischen Nicholas Sparks Happy Ends, am Ende lieben sich alle und liegen sich in den Armen gehen mir auf die Nerven. Liebesgeschichten sind schön und gut, aber nicht jede endet mit der ewigen Liebe bis beide glücklich und zusammen sterben. Manchmal endet eine Geschichte auch damit, dass der eine stirbt und die beiden zu wenig Zeit miteinander hatten (auge John Green) oder da überhaupt gar nichts entsteht. Das es einfach kein Happy End hat. Das will ich öfters. (Laura)


Ich bin genervt von Klischeeliebesgeschichten, ich lese zwar oft und gerne Liebesgeschichten, aber wenn das Mädel so typisch Mädchen ist und wegen jedem Scheiß heult und sofort eifersüchtig ist, nervt mich das tierisch. In der Literatur müssten mehr queer geprägte Liebesgeschichten Einzug halten. (Claire)


Mich hat früher dieses „Damsel in distress“ Thema sehr genervt und ich bin dankbar, dass es z.B. durch die weiblichen Charaktere von Cassandra Clare oder Suzanne Collins im Jugendbuchbereich eine Veränderung gegeben hat. Ich glaube Bücher über Männer, die zu ihren Gefühlen stehen oder dadurch gleich künstlich schnulzig oder überzogen zu wirken, fänd ich interessant. (Lisa)


Ein Klischee, das mich in Büchern sehr nervt ist eine typische Dreiecksbeziehung, also eine ohne irgendeine Besonderheit (und nein, Werwolf vs. Vampir zähle ich jetzt nicht als Besonderheit). Es ist einfach etwas, das meiner Meinung nach sehr ausgelutscht ist. Und nur eine einfache „Entscheidet sie sich für Mann 1 oder Mann 2“-Story ist einfach uninteressant geworden. Ich sage nicht, dass es immer so ist. Ich denke eine Dreiecksgeschichte kann durchaus interessant sein, wenn es unerwartete Wendungen gibt oder wenn die Charaktere sehr besonders sind. Was mich in Jugendbüchern oft nervt ist das typische „naive Mädchen“ (meist die Protagonistin), bei dem man sich durchgehend nur denkt: „Ist doch klar, dass das nicht gut geht. Es ist so offensichtlich, dass diese Person böse ist. Wie dumm bist du denn Mädchen? Warum tust du das?“. (Bea)


Dreiecksbeziehungen! Wieso ist dieses Girl immer so verdammt begehrt! Das ist doch niemand! Und am Ende kann die sich nicht entscheiden, wie naiv kann man sein?! Am liebsten würde ich mehr von glücklichen Paaren lesen, die nicht fünftausend Jahre brauchen zu merken das sie zueinander gehören :D (Katha)


Mich nervt es ein Buch zu beenden, es beiseite zu legen und die Aussage Sekunden später zu vergessen, weil die Geschichte eigentlich keine Relevanz hatte. Es gibt derzeit so viel neue Literatur, aber wenig die wirklich in Erinnerung bleibt und zum Nachdenken anregt. Manche Geschichten und Storylines müssen vielleicht gar nicht zum Ende gebracht werden. Ich würde es sehr zu schätzen wissen, wenn ich guten Gewissens ein Buch empfehlen kann, weil mich die Meinung des Anderen so interessiert, dass man im Anschluss darüber diskutieren muss, wie es denn nun wirklich ausging und welche Bedeutung das für einen selbst haben kann. Dadurch entstehen dann möglicherweise wieder ganz neue Geschichten und Bezüge, sodass auch im Alltag wieder viel mehr über Literatur diskutiert wird. (anonym)


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