Sonntag, 4. März 2018

Was sagt Twitter?... über Literatur {Part 3}




Ich habe auf Twitter einen Aufruf gestartet und meinen Followern und eigentlich jedem, der interessiert war, Fragen gestellt zu denen sie einen Text schreiben konnten, wenn sie möchten und möchte euch diese Texte jetzt präsentieren. Ob es um Literatur, oder Pläne, oder die eigene Selbstverwirklichung geht, es sind ziemlich viele Themen dabei und ich wünsche euch ganz viel Spaß damit.

Das Thema heute sind eher Fragen, die beantwortet worden sind. Ich habe 15 Fragen rund um das Thema Literatur und Lesen gestellt. Heute stelle ich auch die Antworten der ersten Fragen vor. Die erste Antwort ist immer meine und dann haben andere Menschen ihren Platz, also viel Spaß heute beim



Fragebogen- Literatur Teil 3





Sechste Frage: Welches Buch muss man deiner Meinung nach unbedingt gelesen haben?


Ein Buch, welches man gelesen haben MUSS gibt es für mich glaube ich nicht, denn ich weiß nicht, was für ein Buch das sein soll. Es gibt natürlich viele Bücher, die ich empfehlen würde und welche, die ich als wichtig erachte. Aber ich glaube, dass „Das ist also mein Leben“ und „Raven Boys“ mich persönlich in meinem Leben sehr weit gebracht haben. (ich)


Schwierig… Geschmäcker sind ja einfach sehr unterschiedlich. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber manchmal denke ich „Eigentlich solltest du auch mal die Literaturklassiker lesen.“ Und dann mache ich es doch nicht. J Reclamhefte erschrecken mich schon seit meiner Schulzeit. Ich muss allerdings zugeben, dass ich im Nachhinein auch ein paar Klassiker ganz toll fand, z.B. „Der Besuch der alten Dame“ (Dürrenmatt) oder „Biedermann und die Brandstifter“ (M. Frisch). Was den Bereich der Geschichte betrifft, finde ich, dass man ganz unbedingt und dringend „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Im Westen nichts neues“ (Remarque) und „Als Gott und die Welt schliefen“ (O. Schwerdt) gelesen haben sollte.
Was meine Lieblingsbücher betrifft würde ich „Sofies Welt“ (J. Gaarder) und „Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown“ (A. H. Bubenzer) als unbedingt lesenswert bezeichnen. Zuletzt aufgrund des schönen Titels (und weil das Buch 1000x besser ist als der Film): „Die Entdeckung der Currywurst“ von Uwe Timm. (@Terrorhexe)


Der Märchenerzähler. Es ist einfach unfassbar schön. Ich habe gelacht, geweint, noch ein bisschen gelacht und dann ganz viel geweint. (Laura)


Jedes Buch, welches einen persönlich fesselt und den persönlichen Ansprüchen genügt. Grundsätzlich kann ich nicht die eine Empfehlung abgeben, da es ein subjektives Empfinden ist, ob jemandem meine Empfehlung gefällt oder nicht. Bücher, die mir sehr in Erinnerung geblieben sind, sind beispielsweise „Der Fünfte Reiter“ von Collins und Lapierre und „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht. (anonym)


Der Junge im gestreiften Pyjama. (Rebecca)


Harry Potter. Ich finde kein Mensch sollte sterben, ohne in seinem Leben die Harry Potter Bücher mindestens einmal gelesen zu haben. (Bea)


Mein persönliches Lieblingsbuch ist „Club der toten Dichter“. Ich liebe die Art und Weise, wie Nancy H. Kleinbaum schreibt und auch wenn das Buch auf dem Drehbuch des zugehörigen Films basiert, schafft sie es beispielsweise, die Figur des Mr Keating, die niemand perfekter darstellen könnte als Robin Williams, aufs Papier zu bringen. Für mich ist es das wunderbarste Werk überhaupt. Ich bewundere es so sehr, wie dieses Buch den Spagat zwischen fröhlicher Schulgeschichte und tragischen Elementen optimal meistert und neben der Geschichte, die ich über alles liebe, vermittelt das Buch gerade jungen Lesern eine Botschaft, die meiner Meinung nach jeden einmal erreichen sollte. (Annika)


Ich finde, dass man die Harry Potter Bücher unbedingt gelesen haben muss. Sie sind einfach super geschrieben und bilden stark in emotionaler Hinsicht.
Was allerdings ein Buch ist, das ich empfehlen kann, ist "Das verlorene Buch von Montamar", ist jetzt nicht so bekannt, aber macht wirklich Spaß zu lesen und aus irgendeinem Grund vergesse ich immer den Plot nach dem Lesen, sodass ich das Buch immer wieder lesen kann, ohne dass es langweilig wird. (Claire)


Die Bibel, zumindest Teile davon. Und „tschick“. (Jacob)


Reasons To Stay Alive von Matt Haig oder die Harry Potter Reihe. (Kate)


Aktuell empfehle ich eindeutig „Walking to Listen“ von Andrew Forsthoefel. (Lisa)


Welches Buch? Ähm da gibt es viele! Aber ein wirkliches Lieblingsbuch hab ich doch schon und das ist Selection, Band 1. America ist eigentlich nur da um ihrer Familie zu helfen und ist von allem und jedem genervt, läuft bei ihr. (Katha)



Siebte Frage: Gibt es ein Werk (Roman, Drama, Gedicht,…), welches dich in irgendeiner Art geprägt hat?


Absolut. Ich habe da sogar mehrere, also schnappt euch einen Tee und viele Nerven und ertragt meinen kleinen Monolog. Also, wenn ihr Harry Potter erwartet, dann muss ich euch leider enttäuschen, das wird es leider nicht. Ich liebe Harry Potter über alles und es hat mich bestimmt geprägt, aber es ist nicht so herausragend wie andere Bücher. Spontan sind mir bei der Frage 3 Bücher eingefallen. „Kalle Blomquist“, „Wen der Rabe ruft“ und „Das ist also mein Leben“. Ich versuche mich kurz zu halten, aber das wird etwas schwieriger. Außerdem glaube ich, dass einen jedes Werk in irgendeiner Art und Weise prägt. Durch „Kalle Blomquist“ bin ich zum Lesen gekommen, habe meine Liebe für Krimis und Thriller entdeckt, die bis heute andauert, habe gelernt, dass man ein Buch zehn Mal lesen kann und immer noch nicht alles entdeckt hat und bis heute kann ich die Geheimsprache fließend sprechen. „Das ist also mein Leben“ hat mir sehr geholfen mit offeneren Augen und mehr Toleranz durch mein Leben zu gehen. Dieses Buch hat mich auf eine Art und Weise berührt, die unheimlich tief ging. Etwas, was mich so berührt hat, dass es weh getan hat, weil sich in meinem Inneren sehr viel getan hat und ich werde das Buch sicher nie vergessen. „Wen der Rabe ruft“ hat mir sehr geholfen. Ich habe die Bücher angefangen zu lesen, als ich im gleichen Alter wie die Protagonisten war. Ich bin auch mit ihnen älter geworden. Ich habe das letzte Buch in meiner Abitursendzeit gelesen, als die Freundesgruppe auch ihren Abschluss gemacht haben. Wir sind zusammen älter geworden. Haben zusammen diese Phase zwischen Jugendlich und erwachsen zusammen durch gemacht. Ich habe sehr sehr viel gelernt aus der Geschichte. Ich könnte einen  ganzen Artikel darüber schreiben (kann ich sogar wirklich machen, wenn das Interesse besteht), aber diese Reihe hat mich wirklich unfassbar geprägt. (ich)


Die Tintenreihe von Cornelia Funke ist bis heute meine Lieblingstrilogie und hat mich insofern geprägt, dass sie meine Liebe fürs Lesen bestätigt und weiter gefördert haben. (Rebecca)


Verschiedene Biographien haben mich ein Stück weit geprägt würde ich spontan sagen. (Laura)


Auch diese Frage kann ich mit „Harry Potter“ beantworten. Es ist einfach etwas, das mich mein ganzes Leben lang begleitet hat. Mit Harry Potter bin ich aufgewachsen. Als Kind las ich Harry Potter, als Jugendlicher auch und ich werde auch noch als Rentnerin diese Romane und alles, was dazu gehört lieben. Es bedeutet mir einfach wahnsinnig viel und hat einen besonders großen Platz in meinem Herzen eingenommen. Außerdem hat es mich immer ermutigt mich mehr zu trauen, mutig zu sein und es hat mir den Wert wahrer Freundschaft und Liebe gelehrt. (Bea)


Die erste Strophe aus einem Gedicht von Emily Dickinson drückt für mich aus, dass man nie die Hoffnung aufgeben sollte, egal wie dunkel einem der Moment erscheint.
“Hope” is the thing with feathers -That perches in the soul -And sings the tune without the words -And never stops - at all –  (Lisa)


Ich denke „Sofies Welt“ und „Durch einen Spiegel in einem dunklen Wort“ gehören dazu. Philosophische Fragen des Lebens, des Seins und der Geschichte verpackt in wunderbare, bewegende Erzählungen. Lest, hinterfragt, nehmt verschiedene Sichtweisen ein, schaut über den üblichen, naheliegenden Tellerrand.
In der Schule (ich glaube ich war in der 10. Klasse) hatten wir Besuch vom Holocaust-Überlebenden Otto Schwerdt, der uns aus seinem Buch „Als Gott und die Welt schliefen“ vorgelesen und aus seinem Leben berichtet hat. Das werde ich wohl bis zu meinem Lebensende nicht vergessen. (@Terrorhexe)


Als jemand der mit Borderline-Tendenzen kämpft liebe ich das Gedicht von Robert Frost „Feuer und Eis“ sehr, da ich mich oft zwischen heftigen Emotionen hin und her gerissen fühle.
So mancher sagt, die Welt vergeht in Feuer
So mancher sagt in Eis
Nach dem was ich von Lust gekostet
Halt ich‘s mit denen, die das Feuer vorzieh’n
Doch müsst‘ sie zweimal untergehen
Kenn ich den Hass wohl gut genug zu wissen,
dass für die Zerstörung Eis auch bestens ist und sicher reicht    (Kate)


„Leben des Galilei“ hat mich dazu gebracht anders auf „ältere“ Literatur zu schauen. Außerdem wurde mir bei diesem Buch zum ersten Mal die Übertragbarkeit auf die reale Geschichte deutlich. Die wenigsten Romane sind mir so prägend in Erinnerung geblieben, da „Leben des Galilei“ eine gewisse Bedeutsamkeit hat, die sich schwer übersehen lässt. Außerdem wurde eine sehr komplexe Thematik so dargestellt, dass es über das initial angedachte Thema weit hinausging und noch auf die heutige Zeit übertragbar ist. Solch eine Bedeutungsschwere habe ich nie wieder in einem Werk erlebt.
Ein weiteres Werk ist mit Sicherheit Harry Potter gewesen, da man natürlich darauf gewartet hat, dass das neue Buch rauskam und sich dann gestritten wurde, wer in der Familie es zuerst lesen durfte. (anonym)


Ich glaube, dass uns jedes Werk auf eine Art prägt. Alles was wir lesen hilft uns weiter, es verschafft uns neue Erfahrungen, positiv wie negativ, und erweitert unseren Horizont (lol, ich werde gerade ein bisschen arg poetisch...). Aber das ist doch eigentlich auch das Ziel von Literatur, oder? Jeder Autor möchte seine Gedanken teilen, aber jeder hofft doch auch, dass sein Werk einen Einfluss auf die Leser hat. (Annika)


Auf jeden Fall die Harry Potter Reihe. Diese Geschichte hat mich ab meiner Kindheit stetig verfolgt, mich geprägt und zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. (Claire)


Nein, dass gibt es nicht. Beziehungsweise fällt mir nach langem Nachdenken auch keines ein. (Katha)


Es gibt von Hesse so ein Gedicht, das heißt „Oktober 1944“ und hat mich ein bisschen das Leid des Krieges fühlen lassen. Und „Arbeit und Struktur“ von Wolfgang Herrndorf hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und den Wunsch in mir geweckt, selber mehr zu schreiben. (Jacob)


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