Montag, 26. März 2018

Schreibupdate - Stimmungsorientierte Idee






“I have been successful probably because I have always realized that I knew nothing about writing and have merely tried to tell an interesting story entertainingly.”
– Edgar Rice Burroughs

Ich habe bis jetzt drei Projekte gestartet, beendet, oder bin mitten drin, welche auch etwas größer sind und länger gedauert haben. Aber nicht nur diese drei Bücher sind bei mir wichtig, sondern auch jede Art von Idee, weil es hier nicht um eine ausgefertigte Geschichte geht, sondern welche Art von Roman ich schreibe. Welche Idee ich habe, oder was mich dazu bewegt hat und wie ich dann damit vorgehe. Das mag jetzt etwas verwirrend klingen, deswegen sage ich es etwas anders. Wenn ich plötzlich eine Idee für einen Charakter bekomme, dann gehe ich anders vor, als wenn ich eine bestimmte Handlung erzählen möchte. Ich möchte einfach ein paar dieser Art zeigen, denn es sind meistens genau drei Muster, wie ich vorgehe und die die Grundlage meiner Geschichte bilden.

Heute werde ich euch den für mich persönlich nicht schwierigsten, aber von der Vorbereitung am zeitintensivsten ist. Die stimmungs-, oder atmosphärischorientierte Handlung.

Was heißt das? Das heißt, dass ich ein gewisses Gefühl habe, welches ich in einer Handlung und Charakteren einpacken möchte. Zum Beispiel das Gefühl, das man hat, wenn man sich in einer Freundesgruppe umschaut und merkt, wie sehr man diese Menschen alle liebt. Oder wenn man im Wald rennt und sich frei fühlt, oder wenn durch einen dieses Glücksgefühl strömt, wenn man am Strand eingeschlafen ist und die Sonne einen wachküsst. Manchmal sind es aber auch weniger schöne Gefühle. Zum Beispiel, wenn man abends im Bett liegt und man merkt, dass man aus der Situation nicht herauskommt, oder wenn man bemerkt, dass man wirklich scheiße gebaut hat. Manchmal gibt es solche Gefühle, oder eine bestimmte Atmosphäre, die mich einfach inspiriert und zum Beispiel mit einem Genre zusammen passt und dann möchte ich darüber schreiben. Ich möchte mich diesem Gefühl hingeben und dann genau das schreiben und hoffen, dass wenn es jemand anderes liest sich genauso fühlt.

Das klingt bis jetzt ja alles schön und gut und das ist es auch, aber diese Art von Roman, oder Inspiration, führt zu ein paar Problemen. Bei den anderen beiden Arten habe ich schon immer etwas gegeben, sei es zumindest einen Charakter, oder die Handlung, beziehungsweise ein Ziel, aber hier habe ich meistens nur ein Setting, oder eben das Gefühl. Meistens muss ich mir sowohl eine komplette Handlung und jeden Charakter noch übernehmen und ausdenken.

Wie mache ich das? Dafür habe ich noch nicht den absolut perfekten Plan entwickelt, weil ich noch nicht viele Ideen dieser Art hatte, aber ich kann euch trotzdem erzählen, wie ich es für mich selber mache. Meistens höre ich etwas Musik, die mich in diese Atmosphäre versetzt und sitze dann lange einfach da und denke. Ich versuche mich so lang wie möglich hineingleiten zu lassen und denke nach. Ich überlege mir ein Setting, oder mehrere und denke über Personen, die darin agieren. Meistens merke ich, ob diese Person dann hineinpasst, oder nicht. Ich spüre sozusagen, ob dieser Charakter die Stimmung richtig wiedergeben kann, oder ob er eher nicht wirklich in dieses Buch passt. Ähnlich mache ich es mit der Handlung, obwohl mir da meistens schneller etwas einfällt, weil ich gefühlt hunderte Ideen in meinem Kopf einmal hatte und habe und deswegen dauert das meistens nicht allzu lange. Die Einzelheiten überlege ich mir erst später, denn hier geht es nur darum eine Grundidee für ein Handlung zu finden und mir ein paar Personen auszudenken.  In diesem Schritt geht es wirklich nur um den Rahmen und nicht mehr.

Wenn ich dann eine Grundidee habe, dann geht es darum sich mehr auszudenken und mehr zu überlegen. Ich spinne dann immer weiter, aber nachdem ich die erste Idee habe mache ich erst einmal eine Pause, um alles sacken zu lassen und zu merken, ob die Handlung und die Charaktere wirklich passen, oder nicht. 

Je mehr ich mich auf dieses Gefühl einlasse und je länger ich mich beschäftige, desto bessere Ideen und desto mehr Details bekomme ich für mich zusammen. Irgendwann habe ich dann meistens alles zusammen, was ich brauche, um damit mehr arbeiten zu können und mit dem brainstormen anzufangen und nicht mehr nur noch Ideen in meinem Kopf zu sammeln, auch wenn das mit die meiste Arbeit ist.

Nach dem Gröbsten geht es dann immer mehr in die Details, aber wenn das Grundkonzept steht, dann passen die Details meistens auch in die Stimmung und ich muss mir darüber dann keine wirklichen Gedanken mehr machen.

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