Mittwoch, 16. August 2017

{Rezension} Nichts von Janne Teller



Klappentext

„Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun." Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm ...“


 


Ich bin sehr sehr zwiegespalten, was dieses Buch betrifft. Ich habe hier zwei Meinungen und Ansichten, die eine wäre, dass dieses Buch genial ist und die andere, dass das Buch schrecklich ist. Ich möchte euch beide Seiten aufzeigen, aber von Anfang an sagen, dass ich diesem Buch keine Bewertung gegeben habe und auch nicht weiß, wie ich es bewerten soll.

Warum finde ich das Buch schrecklich? Ohne etwas von der Geschichte vorweg zu nehmen kann ich von mir aus sagen, dass mindestens drei Dinge, wenn ihr das Buch gelesen habt, dann wisst ihr, was ich mit Dingen meine, absolut grausig, ja zum Teil wirklich ekelhaft waren. Zum einen sind die meisten von ihnen auch wirklich moralisch und gesetzlich verwerflich. Ich weiß, dass es auch nicht gerade als richtig angesehen wurde im Buch, aber niemand ist eingesprungen und hat etwas dagegen gemacht.

Hierdurch kommen wir gleich zum zweiten Punkt, der mich so gestört hat- die Charaktere. Sie sind für mich alle von Grund auf unsympathisch und haben meiner Meinung zum Teil auch krankhafte Züge. Es sind Sachen passiert, bei denen man einfach notwendigerweise hätte einschreiten müssen, aber niemand hat jemals irgendetwas wirklich unternommen und es hat mich fertig gemacht.

Der letzte Punkt ist, dass ich den Schreibstil nicht mochte. Vielleicht ist es hier auch nicht der Schreibstil perse, sondern eher die Art der Dialoge, also die Sprache der Jugendlichen. Mir klingt sie von dem Gefühl und der Atmosphäre her zu hoch und einfach sehr seltsam.

Warum finde ich das Buch grandios? Vielleicht war und ist das alles nötig, um die Message des Buches richtig rüber zu bringen. Vielleicht ist es eine, zum Teil auch perfide Art und Weise zu zeigen, dass man das, was das Buch einem vermitteln soll nur so erreichen kann, weil eine so provokante Darstellung auf alle Fälle dazu führt, dass man mehr darüber nachdenkt, weil man fassungsloser ist.


Am Ende kann ich nicht sagen, wie ich das Buch finde. Ich finde das Buch entweder grandios, aber ich habe das Gefühl, dass ich das eher nicht so gut finde und frage mich dann aber gleichzeitig, ob es nicht nötig war, dass man es so drastisch darstellt. Ich bin also, was dieses Buch betrifft nicht ansatzweise sicher.





Janne Teller, 1964 in Kopenhagen geboren, arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO in aller Welt, besonders in Afrika, bevor sie sich 1995 ganz dem Schreiben widmete. Heute lebt sie in New York und Berlin. Für ihr literarisches Schaffen wurde die Autorin vielfach ausgezeichnet. In ihrem Werk, das neben Romanen für Erwachsene auch Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher umfasst, kreist sie stets um die großen Fragen im Leben und löst mit gesellschaftskritischen Themen nicht selten stürmische Debatten aus. Janne Tellers Literatur ist in 25 Sprachen übersetzt. (Quelle: dtv Verlag)

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Titel: Nichts was im Leben wichtig ist * Originaltitel: Intet * Autorin: Janne Teller * Ausgabe: Taschenbuch * Preis: 6,95€ * Reihe? Nein *

Interesse? Amazon * dtvVerlag


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