Freitag, 31. März 2017

HALO #3






Was ist HALO? Was soll das Ganze? Was bedeutet HALO? HALO ist eine neue Blogreihe von mir, welche ich alle 14 Tage regelmäßig hochladen werde. Hoffentlich.
Für was steht HALO jetzt aber eigentlich und was erwartet euch und mich mit dieser Blogreihe?
HALO steht für „HAte- LOve“ und gleichzeitig ist es das englische Wort für Heiligenschein, aber das hat nicht wirklich viel mit dem Thema hier zu tun. Also jede Woche präsentiere ich euch ein Thema, über welches ich reden möchte und zeige euch dann ein für mich positiv und ein negativ Bespiel. Sehr verwirrend ich weiß, selbst für mich gerade. Also: Ich möchte zum Beispiel über Anführer einer Revolution reden und nenne euch dann einen Buchcharakter, welchen ich in der Rolle gemocht (Love) und einen, den ich gehasst habe (Hate)… Und das dann zu verschiedenen Themen, egal ob „tiefgründig“ oder ganz oberflächlich. Ihr könnt euch zu dem Thema dann immer gerne eure Beispiele nennen, oder etwas zu meinem „Hass und Liebesobjekten“ sagen. Im Vorhinein möchte ich sagen, dass ich mit meiner Meinung niemand angreifen möchte, auch wenn ich in dieser Reihe eher etwas emotionaler, als wirklich sachlich argumentiere.
Ich hoffe, dass ihr und ich an dieser Reihe Spaß haben werden und jetzt wünsche ich auch viel Spaß mit der ersten Folge von HALO.
Das Thema diese Woche


Buchverfilmung"






Buchverfilmungen sind ja so eine Sache. Die einen lieben sie und die anderen hassen sie. Die einen sagen eben, dass man es nie besser machen kann, als das Buch und wiederum andere finden, dass man da nicht so kritisch sein darf.
Meine Meinung dazu ist, dass es bei mir immer verschiedene Emotionen gibt, die mit einer Buchverfilmung zusammen hängen. Zum einen HASSE ich es, wenn es gar nichts mit dem Buch zu tun hat, aber wenn es so ganz komplett anders ist, als das Buch, dann komme ich damit klar. Als Beispiel möchte ich hier „Maze Runner“ nennen. Die Filme sind nicht wirklich das Buch und weichen sehr davon ab, aber trotzdem mag ich sie sehr gerne, denn sie unterhalten mich und ich finde, dass sie einfach gute Filme sind.
Also was genau macht für mich eine gute oder schlechte Buchverfilmung aus? Ich habe absolut keine Ahnung. Ich weiß es nicht, aber würde es mit der Zeit einmal gerne herausfinden.

Gute Buchverfilmung:

Panem.
Ganz klassisch, also relativ. Ich finde die Panem Filme wirklich toll und sie gehören zu meinen Lieblingsfilmen, besonders im Bereich „Buchverfilmung“. Ich finde sie verdammt gut gemacht, die Qualität ist fantastisch, die Schauspieler super gewählt, die Handlung gut übernommen und die Effekte sind der Wahnsinn. Natürlich bin ich nicht absolut 100% zufrieden mit jedem einzelnen Detail und manche Dinge vermisse ich und im letzten Teil hat mich die Darstellung von Gale etwas sehr gestört, aber wenn man das weglässt, dann liebe ich die Filme einfach. Sie sind der Wahnsinn und ich habe alle schon öfter gesehen und mag sie immer noch richtig gerne, jedes Mal.



Schlechte Buchverfilmung:

Ich habe hier überhaupt nicht lange nachdenken müssen, denn dieser Film ist für mich persönlich SO GROTTIG. Welche Buchverfilmung ich meine? „5. Welle“.
Ich habe auf meinem Blog schon eine Rezension gemacht, aber die hört sich noch wirklich sehr sehr nett an. Aber ich ertrage diesen Film nicht wirklich, denn mich hat einfach so viel davon genervt und gestört und ich bin damit überhaupt nicht warm geworden, obwohl ich mich so unheimlich auf den Film gefreut habe und den Trailer so gefeiert habe und dann war ich im Kino.

Hier folgen jetzt viele ++++SPOILER++++ und ich glaube, dass es lang wird und ich entschuldige mich jetzt schon.

Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll und wie ich das strukturiere, aber ich fange jetzt einfach einmal an. Ich glaube ich zeige euch einfach meine Top 10 der schrecklichsten Dinge an dem Film und ja es gibt eindeutig mehr, als zehn.

Nummer 10:

Die Charaktere. Das ist ein ziemlich allgemeines Thema, aber meiner Meinung nach sind eigentlich alle Charaktere falsch dargestellt und haben nicht mehr wirklich viel mit den Charakteren gemeinsam, die ich im Buch geliebt habe und in mein Herz geschlossen habe. Ich finde viele haben ihre Individualität verloren und wurden typische 08/15 Charaktere in jedem normalen Jugendfilm und nicht mehr die spezielleren, welche ich eben so gemocht habe.

Nummer 9:

Ich nenne diese Szene liebevoll „Die Twilight Szene“. Es passierte mitten im Film. Evan und Cassie machen sich auf den Weg, um Sam zu finden. Es wird dunkel und die Sonne geht langsam unter, aber ein gewisser Blaufilter liegt noch über dem Bild und dann plötzlich aus dem Nichts kommen Personen. Evan steigt aus dem Auto, in dem sie geschlafen haben und schmeißt sie, wie ein Cullen über die Schulter, klettert auf Bäumen und ist superschnell. Ich weiß ja nicht, aber ich mochte die Szene einfach nicht.

Nummer 8:

Das ist hier überhaupt nicht chronologisch angeordnet, denn diese Szene passiert ganz am Ende, als Cassie und Ben und die anderen geflohen sind und sich dann setzten und es eben jetzt fürs erste erstmal ruhig und friedlich ist. Ben geht dann zu Cassie und die beiden unterhalten sich und lachen und diese Dinge eben, dann sieht man Ringer und sie schaut total eifersüchtig und hat auch eine leichte Eifersuchtsattacke. Wie unrealistisch? Ringer ist überhaupt nicht der Typ, der eifersüchtig wird, einfach null, so gar nicht und dann kommt diese Szene und sie ist eifersüchtig auf dieses Mädchen, dass sie gar nicht kennt. 

Nummer 7:

Die „phone case“ Szene. Sie war so lächerlich, anders kann ich es nicht nennen, außer lächerlich. Am Anfang sind Ben und Cassie auf einer gemeinsamen Party und reden kurz miteinander. Ben hat das Handy seiner Schwester in der Hand mit einer pinken Handyhülle (Bens Schwester ist hakt auch erst 5, aber das können wir ja einfach ignorieren) und dann sagt er Cassie, dass es nicht sein Handy ist und er niemals so eine Handyhülle hätte und es war ihm einfach sichtlich peinlich, dass sie denken könnte, dass es seine Handyhülle ist und ich weiß ja nicht, wie ihr das sieht, aber seit wann ist Ben so. Ben kennt Cassie nicht und ich kann mir gut vorstellen, dass es ihn wirklich stark stören könnte, was sie über seine Handyhülle denkt.

Nummer 6:

Die Bärszene. Im Buch gibt Sam Cassie seinen Teddybär aka Bär und sie verspricht ihm ihn zurückzubringen und an ihm hängt dann eben ein Versprechen, an dem sie sich festhält und immer weiter macht, denn sie sucht Sam und der Bär erinnert sie immer daran. Cassie durfte im Buch ja auch nicht in den Bus, weil sie zu alt war und damit kein Kind mehr war.
Jetzt kommen wir zum Film. Im Film darf Cassie in den Bus, aber Sam vergisst Bär in seinem Bett und Cassie läuft noch einmal zurück, um ihn zu holen. Warum auch immer warten die Soldaten nicht auf Cassie, sondern fahren ohne sie, obwohl sie hinter dem Bus her rennt und so kommt sie zu Bär. Und ich fand das so doof, denn ich fand Bär war das Zeichen für ihr Versprechen und im Film überhaupt nicht.

Nummer 5:

Ganz kurz hier. Im Buch kennt Ben Cassie überhaupt nicht, selbst dann nicht, als sie ihm gesagt hat, dass sie in Bio (oder Chemie?) hinter ihm saß.
Im Film sieht Ben sie, als sie versucht Sam zu holen und sagt: „Sullivan? Cassiopeia Sullivan? Wir hatten zusammen Chemie.“ Er wusste das nicht und das war im Buch so lustig und ich weiß nicht einmal, wie viele überhaupt wissen, dass sie Cassiopeia heißt und nicht nur Cassie.

Nummer 4:

Im Film hat nicht Ringer herausgefunden, dass die Soldaten eigentlich die anderen sind und was es mit den Brillen und den grünen/roten Köpfen auf sich hat und im Film hat Ben es herausgefunden und ich liebe ihn, aber er ist nicht so schlau, dass er es nach wirklich vielleicht zwei Minuten verstanden hat. Das ist so unrealistisch und seine Erklärungen, wie er es verstanden hat waren so doof und meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar.

Nummer 3:

Ben lässt sich anschießen, um am Ende wieder zu den Soldaten zu kommen und Nugget zu holen und ihn von den Anderen zu beschützen. Im Film wurde dann eine Szene dazu erfunden. Diese Szene war absolut bescheuert und ich hätte in Kino am liebsten angefangen zu schreien. Ben und Vosch haben eine nette kleine Unterhaltung und Vosch fragt ihn über die Schussverletzung aus und dann aus dem Nichts konfrontiert Ben ihn damit, dass er die Wahrheit über Vosch kennt und weiß, was und wer er ist und möchte dann, dass er es zugibt. Was. Sollte. Das. Was. Sollte. Das. Ich meine: „Ich weiß, was sie sind und kenne die Wahrheit“. So doof einfach. Ben hat ihn damit NIE konfrontiert.

Nummer 2:

Hier ist keine Szene, die mich persönlich gestört hat, sondern eher ein Fakt. Im Film hat Evan Cassie nicht abgeschossen, sondern den Silencer erschossen, der Cassie erschießen wollte.

Das hat mich mega gestört. So richtig, ich meine das hat den Konflikt von Evan ja auch gezeigt. Zum einen ist er Silencer und hat eine Mission und zum anderen ist er wie ein Mensch erzogen worden und kann sich auch mit dieser Spezies identifizieren.

Nummer 1:
 
Die Goldmedaille hier bekommt eine Szene, die glaube ich niedlich sein sollte und romantisch und ich habe sie einfach nur gehasst. Evan geht zu Cassie und sagt ihr das, wenn sie mitten in der Mission sind Nugget zu retten. Ich versuche es grob wieder zu geben, aber ich das ist kein Zitat, weil ich mich nicht mehr an alles erinnere. „Du warst meine Rettung Cassie. Bevor ich dich gesehen habe war ich ein Silencer und als du gekommen bist hat sich ein Schalter bei mir umgelegt und deine Liebe hat mich zu einem Menschen gemacht und jetzt bin ich kein Silencer mehr.“ ALTER. Bei Evan hat sich kein dummer Schalter umgelegt, denn er ist immer noch ein Silencer und er hat schon immer menschliche Züge gehabt, da er von Menschen aufgezogen worden ist und ich empfand es als so kitschig und kotz und auch einfach komplett falsch. 



Kommentare:

  1. Huhu Anna,

    das ist wirklich eine interessante Aktionsreihe, die du hier eingefügt hast. In der Bloggerszene ist man oft versucht, gerade bei Rezensionen & Co., eher neutral zu bleiben. Allerdings gehören auch so kleine emotionale "Ausraster" dazu, wie ich finde. Dementsprechend fand ich diesen Post jetzt auch total interessant.

    Von Panem habe ich damals nur den ersten Film im Kino angesehen. Ich bin einfach nicht gemacht für zu brutale Szene. Da reicht es mir schon, wenn eine Person mit einem Pfeil durchbohrt wird, um aus dem Kino rausrennen zu wollen. Aber gut gemacht, fand ich den Film alle Male!

    Die 5. Welle habe ich nicht gesehen, aber deine Kommentare habe ich (wegen des Spoiler-Hinweises) mal ein wenig überflogen. Gerade den Punkt 10 mit den Charakteren, kann ich gut nachvollziehen. Wollen wir nicht Alle, dass das Feeling der Buchcharaktere auch in den Filmen rübergebracht wird?

    Ich habe nun auch mal ein wenig nachgedacht, welche Buchverfilmungen mir zum Thema Halo einfallen. Geliebt habe ich auf jeden Fall "The fault in our stars". Kurz bevor der Film ins Kino kam, habe ich noch das Buch gelesen und trotzdem war ich nach dem Film so zufrieden mit der Umsetzung. Das muss eine Buchverfilmung erst mal schaffen. c:

    Welche Verfilmung ich wirklich grottig fand, war die "Rubinrot"-Verfilmung (bzw. die ganze Reihen Verfilmung). Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es eine deutsche Verfilmung war, aber der Film war einfach total schlecht. ö.ö Von der Filmführung bis über die Schauspieler, konnte mir der Film einfach nicht gefallen.

    Hast du eines der beiden Filme gesehen? Wenn ja, wie haben sie dir gefallen?

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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    1. Hi :),

      ja ich hatte eigentlich gehofft, dass ich nicht so emotional werden würde, aber naja das hat nicht so geklappt, leider :)

      tfios habe ich auch wirklich wirklich gerne gemocht und ja die Edelsteinfilme. Die sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei :)

      Liebste Grüße, Anna ♥

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  2. Hallo liebe Anna,

    jede einzelne Nummer hat meine Abneigung gegen diesen Film noch mehr vertieft - ohne ihn jemals gesehen zu haben. Aber ganz ehrlich, wie kann man die Story so ruinieren?
    Ich habe die Szene geliebt, in der Ben keine Ahnung hatte, wer Cassie wirklich ist. Und der Teddybär ist einfach so voller Bedeutung, gerade weil Sam ihn ihr mit diesem Versprechen gegeben hat.
    Und ehrlich, Evans ganzer Charakter baut doch darauf, dass ER Cassie anschießt und dann doch rettet - dieser ganze Konflikt darum, inwieweit er doch Mensch ist, auch wenn er nie aufhört, Silencer zu sein, für welche Seite er steht, ob sein Pflichtbewusstsein oder seine Gefühle gewinnen.
    Und ich stimme dir zu, Ringer wäre niemals eifersüchtig. Und generell ist sie immer die analytischere und oft schlauere von Ben und ihr gewesen. -,-

    Aber na ja, ich sehe mir Buchverfilmungen aus gutem Grund generell nicht an, weil ich vermutlich nie mit ihnen zufrieden sein könnte. :D

    Liebe Grüße ♥

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    1. Hi ♥,

      ich habe wirklich noch nie mitbekommen, wie sehr man eine Story so ruinieren konnte, aber die haben es geschafft.

      JA JA JA

      endlich versteht mich jemand :D Die meisten sagen dann immer, dass ich das nicht so kritisch sehen soll und mich nicht aufregen soll :D

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