Donnerstag, 16. Juni 2016

{Rezension} Solitaire von Alice Oseman



Klappentext
 
Mein Name ist Victoria Spring. Manchmal hasse ich Menschen. Für meine seelische Gesundheit ist das wahrscheinlich ziemlich übel.

Okay, vielleicht hasse ich nicht jeden. Aber die Liste meiner Freunde sieht im Moment so aus:
 

  1. Michael Holden- derzeit heißester Anwärter auf den Titel Freund. Oder besser nicht. 
  2. Becky Allen- früher beste Freundin, jetzt anscheinend nicht mehr. 
  3. Lucas Ryan- s.o.


Das ist die Geschichte von Tori, Michael, Becky, Lucas. Und dem Jahr, das alles veränderte.





Niemand ist ehrlich, niemand ist echt. Man darf niemandem uns nichts trauen. Die Menschheit leidet an einer gefährlichen Krankheit, die Gefühle heißt. Und wir werden alle daran sterben.


Solitaire ist meiner Meinung nach ein wirklich ganz besonderes und tolles Buch. Der Schreibstil ist wunderschön. Man kann unheimlich gut in Toris Gefühlwelt blicken und sieht die Welt aus ihren Augen, was sehr interessant ist, da Tori eine ganz eigensinnige Sicht auf die Welt hat. Das Buch ist sehr schnell durchzulesen gewesen, zum einen, da der Schreibstil sehr flüssig war und zum anderen, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Die Charaktere machen auch einen großen Teil der Geschichte aus. Zum einen steht und fällt die Geschichte mit Victoria, Tori genannt. Ich liebe ihren Charakter und auch sie. Tori ist Pessimistin durch und durch, ist sehr negativ eingestellt, was das Leben angeht und sozial etwas inkompetent und ihr sind diese sehr unangenehm. Auch ihre Gedanken und Meinungen entsprechen nicht immer denen der großen Mehrheitsmeinung. Sie ist gerade in ihren letzten Schuljahren und hat ganz andere Werte und Wünsche, als viele ihrer Mitschüler. Ich empfand es einfach als sehr erfrischend, dass sie einmal eine ganz andere Protagonistin war. Nicht everybodys Darling, wunderschön und charakterlich sehr süß und positiv, sondern eben anders. Ich habe es sehr genossen, dass ich die Geschichte aus ihrer Sicht erleben durfte. Michael kommt neu an ihre Schule und ich finde ihn sehr seltsam, aber auch unheimlich sympathisch. Mit der Zeit bekommt man immer mehr Informationen über ihn und auch sein eigenes Bild über ihn ändert sich. Erst ist er ein wenig der komische Junge, welcher sehr aufdringlich versucht mit Tori Kontakt zu haben, aber je weiter man durch die Seiten flog, desto mehr ist er einem ans Herz gewachsen. Lucas ist Toris alter Schulfreund und kommt auch neu auf ihre Schule. Lucas fand ich von Anfang bis zum Ende seltsam. Ich kann noch nicht einmal genau erklären warum, aber ich mochte ihn einfach nicht wirklich. Becky ist Toris beste Freundin und auch, wenn ich öfter einmal sauer auf die war und ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte, so kann ich doch sagen, dass ich sie gerne mag und sie ein schöner und gut eingesetzter Charakter in diesem Buch ist. Mein heimlicher kleiner Favorit, nach Tori, ist aber ihr Bruder Charlie. Ich LIEBE Charlie. Und Charlie und Nick. Charlie ist einer der nettesten, süßesten und großartigsten Charakteren, von denen ich je gelesen habe. Charlie war ein perfekter Zusatz in diesem Buch und man hat ihn wirklich gebraucht.

Die Handlung dreht sich rund um Solitaire, was diese „Seite“ macht und wie sich dies auf die ganze Schülerschaft auswirkt. Es war einfach schön zu lesen, manchmal traurig und manchmal hat es einem das Herz erwärmt. Ich würde nicht sagen, dass man zum größten Teil glücklich und positiv durch dieses Buch geleitet wird, aber es ist ein ganz besonderes Gefühl, finde ich. Man bekommt die Entwicklung Toris mit und es ist sehr schön, dass man ausgerechnet sie auf der Suche nach Solitaire und was sich dahinter befindet begleitet. Das Ende war ein gut gelungener Abschluss und hat das Ganze perfekt abgerundet.



Ein einfach ganz tolles Buch!



5 von 5 Sternen




Alice Oseman schrieb ›Solitaire‹, als sie siebzehn und noch Schülerin war. Für ihren ersten Roman hat sie sich intensiv mit dem Leben "leidenschaftlich pessimistischer" Teenager, die die ganze Zeit im Internet surfen, beschäftigt, indem sie selbst ein leidenschaftlich pessimistischer Teenager war, der die ganze Zeit im Internet surfte. Inzwischen studiert sie Englische Literatur an der renommierten Durham University und verbringt weiterhin viel Zeit auf Twitter und bei Tumblr. Dort findet man sie unter www.chronic-pessimist.tumblr.com oder bei Twitter unter @AliceOseman. (Quelle: dtv Verlag)

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Titel: Solitaire * Originaltitel: Solitaire * Autorin: Alice Oseman * Ausgabe: Hardcover * Preis: 16,95€ * Reihe? Nein*

Interesse? Amazon * dtv Verlag




Kommentare:

  1. Hi :D
    Ich hab das Buch schon seit Monaten im Regal stehen aber ich komm nie weiter als die ersten paar Seiten! Jeder ist begeistert, aber irgendetwas an der Geschichte stört mich... Vielleicht sollte ich mich einfach dazu zwingen weiterzulesen, anscheinend ist es ja ein wirklich gutes Buch!

    Liebe Grüße
    Tamara
    The Bookquibbler

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    1. hey ^^,

      ich kann schon verstehen, was einen am Anfang hindert, aber geb ihm eine Chance und ich hoffe, dass du es dann genauso magst, wie ich :D

      Liebste Grüße
      Anna

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  2. Hallo liebe Anna,

    eine tolle Rezension, die mich davon überzeugt hat, das Buch lesen zu wollen, auch wenn ich das vermutlich auf Englisch tun werde. ^^

    Liebe Grüße ♥

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    1. Hallöchen :D

      das freut mich ♥ Ich hoffe, dass es dir gefällt :D Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es auf englisch toll ist ^^

      Liebste Grüße
      Anna

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